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Projekt 15355 15356

 

Die neue Generation der Fassentleerung bei Merck

Um die Versorgung ihrer Abfüllanlage in Darmstadt weiter zu automatisieren und gleichzeitig höchste Sicherheits‑ und Hygieneanforderungen einzuhalten, suchte Merck nach einer modernen Lösung für die automatisierte Fassaufgabe und -entleerung. SERVOLIFT realisierte für Merck eine komplette Fasskipper‑Einheit inklusive Fördertechnik, die nahtlos in die bestehende Produktionsumgebung integriert wurde.

 


Herausforderung

Merck KGaA wollte die bestehende Abfüllanlage modernisieren und um eine neue, leistungsstarke Fassaufgabe- und Fasskippanlage erweitern. Die zentrale Herausforderung bestand darin:

  • hohe Anlagenverfügbarkeit sicherzustellen – 8.160 h/Jahr im 24/7‑Betrieb
  • komplexe Stoffvielfalt (über 400 Rezepturen, teilweise klebrig, hygroskopisch, organisch/anorganisch) zuverlässig und sicher zu verarbeiten
  • die Anlage nahtlos in die bestehende Infrastruktur zu integrieren, einschließlich: Fördersysteme, Steuerung (Siemens S7, HMI), bauseitige Medien und Schnittstellen zu bestehenden Produktionssystemen
  • gleichzeitig höchste Sicherheits‑ und Hygieneanforderungen der Pharmaindustrie zu erfüllen – inklusive regelmäßiger manueller Reinigung und vollständiger Demontage nach jedem Produktwechsel 
     

Besonders kritisch: Die neue Fasskipper‑Einheit musste zwei Betriebsmodi unterstützen:

  1. Automatische Fasszuführung und Entleerung über Rollenbahnen
  2. Direktaufgabe (z. B. Säcke/Kartons) in den Bunker – mit vollständiger Absicherung gegen Fehlbedienung

 

Lösung

SEROLIFT entwickelte eine vollintegrierte Aufgabenlösung bestehend aus:

✔ Intelligenter Rollenfördertechnik
Transport von bis zu 6 Fässern (200‑L‑Kunststofffässer, max. 200 kg)
Positionierung durch mehrere Stopper-Stufen und Lichtschranken
Automatisch synchronisiert mit dem Fasskipper

✔ Neuer Fasskipper mit Pharma‑Design
Materialausführung komplett in Edelstahl 1.4404 / 1.4435
Oberflächenqualität Ra ≤ 0,8 µm für produktberührende Flächen
Totraumfreie, leicht reinigbare Konstruktion
Ergonomische Spann- und Kippmechanik bis 180° 

✔ Automatisierter Prozessablauf
Fassidentifikation und automatische Zuführung
Heben, Spannen, Kippen und Entleeren in den Bunker
automatische Rückführung des leeren Fasses
Störungsfreie Bedienerführung über Siemens‑HMI an zwei Standorten 

✔ Sicherheit und Compliance
Vollständige CE‑Konformität inkl. Risikobeurteilung
Sicherheitsausschlüsse, Laserscanner, Schutztüren
Betriebsartenwahl: Automatik, Manuell, Service, CIP 

✔ Reinigungs- und Servicefreundlichkeit
Werkzeuglose Demontage von Schlüsselkomponenten
CIP-Modus für kontrollierte manuelle Reinigung
Empfohlene Wartungs- und Schmierkonzepte gemäß TGP 0027 (USDA‑H1) 

 

Benefit / Nutzen für den Kunden

✔ Deutlich erhöhte Effizienz im Abfüllprozess
Durch den komplett automatisierten Kipp- und Fördersprozess konnte der manuelle Aufwand massiv reduziert und Taktzeiten der Befüllung stabilisiert werden.

✔ Höhere Prozesssicherheit
Keine Zugänglichkeit zu beweglichen Teilen, verriegelte Betriebsarten und sichere Medienabschaltung – ideal für pharmazeutische Sicherheitsstandards. 

✔ Hygienegerechtes Design für häufige Produktwechsel
Tägliche komplette Reinigung ist problemlos möglich. Die glatten Edelstahloberflächen verhindern Produktanhaftungen – ein Muss bei 400 Rezepturen. 

✔ Zukunftssichere Integration
Die Anlage ist vollständig in das Merck‑Steuerungskonzept (Siemens S7 / HMI, EMR‑Standards, TGP‑Normen) eingebunden und damit lange wartungs- und erweiterungsfähig. 

 

Ergebnis

Die neue Fasskipper‑Einheit steigert die Anlagenverfügbarkeit, reduziert Bedienfehler, optimiert den Materialfluss und erfüllt gleichzeitig sämtliche pharmazeutischen Anforderungen an Sicherheit, Hygiene und Dokumentation.

Durch die komplette Integration in das bestehende Produktionsumfeld konnte Merck:

  • die Bedienerbelastung verringern
  • Prozesse standardisieren
  • Ausfallzeiten minimieren
  • Produktreinheit und Sicherheit erhöhen


Die Lösung stellt nun einen modernen, vollständig automatisierten und validierbaren Aufgabenprozess für Fässer und alternative Gebinde dar – optimal für den 24/7‑Betrieb in der Wirkstoffherstellung.

 

 

Projekt Fotos

Projekt VIDEO

Fassaufgabe, ZUführung und Entleerung
Fasszuführung und Entleerung
Nach Entleervorgang erfolgt der Abtransport
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